Über 700.000 Zuschauer hat Fatih Akin mit TSCHICK im Kino begeistert, nun erobert die hochgelobte Bestsellerverfilmung das Home Entertainment. Ab dem 9. März 2017 bringt STUDIOCANAL den „besten Sommer von allen“ auf DVD, Blu-ray und Digital direkt nach Hause. Zu diesem Anlass haben meine geschätzten Blogger-Kollegen und ich Gedanken darüber gemacht, welcher wohl unser schönster Roadtrip war.

Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und hat einen geklauten Lada dabei. Damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz. Die Geschichte eines Sommers, den wir alle einmal erleben wollen… Der beste Sommer von allen eben!

Voller Witz und Poesie hat Fatih Akin den preisgekrönten Roman von Wolfgang Herrndorf umgesetzt und einen mitreißenden Kultfilm geschaffen – ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“ und empfohlen von der Jugend Filmjury. Die DVD & Blu-ray begeistern mit umfangreichem, liebevoll zusammengestelltem Bonusmaterial, darunter eine bisher noch nie ausgestrahlte Lesung von Wolfgang Herrndorf und einen Audiokommentar von Fatih Akin, mit dem er persönliche Einblicke in den Entstehungsprozess des Filmes gewährt.

„Ich habe den Roman entdeckt und war sofort Feuer und Flamme“, so Fatih Akin („Soul Kitchen“, „Gegen die Wand“) über Wolfgang Herrndorfs Bestseller TSCHICK, der über 2 Millionen Leser begeistert und zahlreiche Preise gewonnen hat. Die Hauptrollen seiner Verfilmung hat er mit Newcomer Anand Batbileg als Titelheld „Tschick“, Tristan Göbel („Westen“) als „Maik“ und Mercedes Müller als „Isa“ besetzt.

BLOGGER-SPECIAL

Unter dem Motto „Unser schönstes Roadtrip-Erlebnis“ haben sich meine Blogger-Freunde und ich einmal das Köpfchen darüber zerbrochen, welcher unvergessliche Ausflug aus unserer Jugend ein wahrhaft schönes Erlebnis war. Meine Entscheidung fiel mir sehr leicht, auch wenn es sich um einen Roadtrip gänzlich ohne Road handelt …

Dabei gehe ich zurück auf den Samstag nach meinem 18. Geburtstag, den 21. Oktober 2000.
Seinerzeit bat die Deutsche Bahn ein sogenanntes Schönes-Wochenende-Ticket an, mit dem 5 Personen für schmale 35 D-Mark am Wochenende innerhalb von 27 Stunden mit S- und Regionalbahnen durch die Bundesrepublik reisen konnten.

Wir hatten uns in unserem jugendlichen Leichtsinn tatsächlich das Ziel gesetzt, mit dem Öffentlichen Personennahverkehr eine Reise von Düsseldorf in die wunderschöne Landeshauptstadt Bayerns anzutreten. Das bedeutete letztendlich geschätzte 11 Stunden pro Fahrt. Nach Adam Riese hatten wir also eine Zeitspanne von knapp 5 Stunden Aufenthalt in München.

Da galt es natürlich, das komplette Wochenende minutiös durchzuplanen, denn bereits der kleinste Fauxpas hätte dafür Sorge getragen, dass 5 obligatorisch abgebrannte Schüler ohne gültiges Bahnticket am anderen Ende des Landes festsitzen.
Diese Tatsache hätte unseren kleinen Ausflug wahrscheinlich noch filmreifer gestaltet, aber soviel sei verraten: wir sind plangemäß wieder zu Hause angekommen.

Wahrscheinlich stellt nun auch Ihr euch die Frage, die seinerzeit bereits von all unseren Freunden und Verwandten gestellt wurde: Warum?
Doch die Antwort fiel uns niemals schwer, unser Reiseziel war der Kunstpark Ost.

Wikipedia schreibt:
„Der Kunstpark Ost war ein 90.000 m² großes Freizeitareal und Veranstaltungszentrum auf einem ehemaligen Fabrikgelände im Münchner Stadtteil Berg am Laim direkt am Ostbahnhof, das vom September 1996 bis zum 31. Januar 2003 bestand.

Auf dem Gelände der früheren Pfanni-Fabrik nahmen im September 1996 rund 30 Diskotheken (beispielsweise das Babylon, Ultraschall, KW – Das Heizkraftwerk, Natraj Temple und K 41), Clubs (beispielsweise die Cohibar), Bars, Restaurants, Spielhallen, rund 60 Künstlerateliers und 30 Kleinunternehmen den Betrieb auf. In regelmäßigen Abständen wurden ferner Konzerte sowie Kunst- und Antiquitätenflohmärkte abgehalten.“

So trafen wir uns also am 21.Oktober 2000 gegen 10:00Uhr morgens am Bahnhof und waren bereit, den gesamten Kunstpark zu rocken (innerhalb von 5 Stunden!!!). Doch trotz akribischer Planung und mentaler Vorbereitung konnte wohl niemand von uns erahnen, was 11 Stunden S-Bahn-Fahrt tatsächlich bedeutet.

Dabei entpuppte sich ein Großteil der Hinfahrt, nicht zuletzt aufgrund dessen, dass wir mehrere Abteile über Stunden hinweg ganz für uns alleine hatten, als durchaus kurzweilig und unterhaltsam. So entschieden wir uns kurzerhand, unsere eigene Version von Resident Evil nachzuspielen (Resident Evil Zero war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschienen).

Um die Schockeffekte realistischer zu gestalten, haben sich 4 von uns irgendwo im Zug versteckt, während die 5. Person unwissend durch die Abteile schlich. Glaubt mir, das ist sogar bei leuchtender Mittagssonne gruselig. Und nachdem der Schaffner versehentlich Opfer unserer Erschreckungsorgien wurde, versprach er uns sogar freundlicher Weise, dass er unser Abteil für den Rest der Reise meiden würde.

Gegen 22:00Uhr trafen wir dann endlich im Kunstpark ein. Da es vor 17 Jahren noch keine Smartphones gab, existieren von dieser Nacht leider weder Fotos noch irgendwelche Chat-Verläufe oder Blogs. Aber wann immer ich gefragt wurde, ob der 5-stündige Aufenthalt die knapp 22-stündige Bahnfahrt wert war, so konnte ich stets mit voller Überzeugung sagen: Es war der schönste Roadtrip meines Lebens!

Natürlich haben meine Blogger-Freunde ebenfalls einen ganz besonderen Roadtrip erlebt, den sie Euch gerne präsentieren würden. Schaut Euch die Ergebnisse an: Wewantmedia.de und Myofb.de.

Tobi

TRAILER

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