Filmkritik: TED (2012)

Die Handlung des Films ist für jeden unmissverständlich einfach erzählt worden, sodass keine Fragen offen bleiben dürften. John Bennett, der von dem erfolgreichen Mark Wahlberg verkörpert wird, fühlte sich als Einzelkind häufig alleine und hatte keinen Anschluss in der Schule, sodass er sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich einen Freund zu haben. Als er im Jahre 1985 einen Teddybären zu Weihnachten erhielt war sein Wunsch, dass genau dieser Teddybär namens TED sein Freund sein würde. Eine vorbeifliegende Sternschnuppe erfüllte seinen Wunsch und am nächsten Tag wurde TED zum Leben erweckt.
Seither sind 27 Jahre ins Land gezogen und der kurze Eingangsplot mit der Geschichte wie TED zum Leben erweckt wurde ist bereits Vergangenheit. 27 Jahre in denen TED und John Bennett das Leben gemeinsam mehr oder weniger erfolgreich überstanden haben. Während TED weiterhin an Partys, Drogen, Alkohol und einem hoch entwickelten Sexualtrieb festhält, ist John bereits gealtert und ein Stück weit sesshaft geworden in seiner vierjährigen Beziehung zu der hübschen Lori (Mila Kunis). Es könnte alles so einfach sein, wenn TED nicht ein wilder kleiner Bär wäre, der sich weniger an Regeln hält, als in den Tag zu leben. Lori empfindet TED als Störfaktor und Beziehungskiller zwischen Ihr und John. Ted’s Drogen und Alkoholprobleme sowie auch seine Partyexesse lassen für Lori keinen Zweifel an dem schlechten Einfluss auf John und ihre Beziehung, sodass sie John klar aufweist, dass TED verschwinden muss.
John denkt jedoch in keinster Weise daran seinen langjährigen und vor allem treuen Freund, mit dem er alles gemeinsam erlebte auszugrenzen! Während seine Beziehung weiter den Bach runter geht und John versucht, dass TED sich ein wenig zivilisiert benimmt, um Lori und auch TED nicht zu verlieren, hat TED ganz andere Vorstellungen. TED verändert sich nur mühselig für Lori und John, denn sein altes Muster ist zu eingefahren, um es nach 27 Jahren von einem auf den anderen Tag wieder herauszubekommen. Den Vogel schießt der kleine, gut animierte Teddybär jedoch endgültig mit Prostituierten in Johns und Loris gemeinsamer Wohnung ab. TED muss gehen, doch die Ereignisse überschlagen sich in kürzester Zeit enorm, sodass auch ein klein wenig Spannung in dem fast ausschließlich komödiantischen Film entsteht.
Seth McFarlane hat ein absolut aussagekräftiges Drehbuch für den Film TED geschrieben, welches in keinster Weise irgendwelche Makel aufweißt. Ein Kuscheltier, welches durch einen vermeidlich harmlosen Kinderwunsch zum Leben erweckt wird und die Welt unsicher macht, hat es so im Kino noch nicht gegeben.
Der ausgesprochen obszöne und ordinäre Humor des kleinen animierten TEDs ist ein wahrer Publikumsmagnet und enthält witzige Szenen im Film. Zwischenmenschliche Geschichten zwischen John, TED und Lori fehlen nicht und wurden gut im Film eingearbeitet. Die Rolle des John Bennetts wurde dank Mark Wahlbergs authentischer Schauspielkunst gut verkörpert.
Lustige Alltagssituation, die hier jedoch durch ein etwas anderes Kuscheltier verkörpert werden, sind teilweise zum totlachen! Ein kleiner Teddybär namens TED, der einen ausgesprochen menschlichen und tierischen sexual Trieb auf Frauen besitzt, deutlich obszöne und ordinäre Gestiken beherrscht und zudem das Leben nicht so ernst nimmt, ist etwas ganz neues im Kinogenre und musste zwangsläufig zum Erfolg führen.

Die lustige Geschichte gepaart mit menschlichen Beziehungen regt auch ein Stück weit den Zuschauer zum Nachdenken an. Weiterhin zeigt sie auf, dass das Leben natürlich nicht mit TEDs Leichtigkeit gemeistert werden kann, sondern auch konsequente und ernste Entscheidungen getroffen werden müssen.
Ein wirklich sehr gelungener Film, der einen Besuch wert ist. Die Altersbegrenzung spricht von einem Mindestalter von 16 Jahren und ist in jedem Falle gerechtfertigt. Der deutlich unter der Gürtellinie befindliche Humor sollte unter keinen Umständen unter 16 Jährigen zu teil werden. Weiterhin werden einige Drogen- und Alkoholkonsumszenen belustigend dargestellt und sollten bei der jüngeren Generation natürlich keine verharmloste Darstellung von Drogen und Alkohol hervorrufen.
Ein Film den man gesehen haben muss!












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