Kritik: Planet der Affen: Prevolution (2011)

Der junge Wissenschaftler Will Rodman (James Franco “127 Hours”) sucht ein Heilmittel gegen Alzheimer. Eines der Versuchsobjekte, eine Affendame, dreht durch, die Forschungen werden abgebrochen und alle Affen werden getötet. Bis auf eines, ein Affenbaby überlebt und Will nimmt es mit nach Hause. Dort stellt er schnell fest, dass die verbesserte Intelligenz seines Versuchsobjekts auf das Baby übergegangen ist. Er beschließt das Affenbaby Caesar (gespielt vom hervorragenden “Herr der Ringe” Gollum-Schauspieler Andy Serkis) zu behalten und die Alzheimer-Medikamente an seinem erkrankten Vater Charles Rodman (John Lithgow) zu testen.
Die Tests sind erfolgreich, Charles geht es besser. Caesar wächst derweil zu einem sehr intelligenten Affen heran, der sich sogar mit einer Zeichensprache verständigen kann. Nachdem er einen kleinen Unfall hatte, verpflegt ihn die Primatenforscherin Caroline Aranha (Freida Pinto) und die Drei freunden sich an und sie wird ein Teil der Familie.
Doch während Caesar immer älter wird, wird er auch immer unzufriedener, ist er doch so klug wie ein Mensch und muss sich trotzdem wie Tier anketten lassen. Als Charles von einem Nachbarn angegriffen wird, dreht Caesar durch und verteidigt den hilflosen Mann. Das Drama nimmt seinen Lauf, Caesar muss in ein Affenasyl und beginnt die Revolution der Affen anzuzetteln.
Regisseur Rupert Wyatt (“Escapist”) erzählt in „Planet der Affen: Prevolution“ die Vorgeschichte des 1969 vom Regisseur Franklin J. Schaffner erschaffenen “Planet der Affen” mit Charlton Heston. Es wird aufgeklärt, wie es zu der Affenherrschaft kam und trotzdem hält sich die Geschichte am Ende noch etwas wage, so dass ein oder zwei weitere Teile dazwischen geschoben werden könnten. Und das Tolle ist, wenn diese Teile genauso werden würden wie “Prevolution”, dann kann sich der geneigte Kinozuschauer sehr darüber freuen, denn “Prevolution” ist ein super Film, für den sich der Kinobesuch endlich mal wieder lohnt.
Die Geschichte in sich ist schlüssig und baut sich langsam auf. Man lernt erst die Charaktere genauer kennen und kann sich sehr gut in die Emotionen von Caesar hinein fühlen. Zum Ende kommt dann richtig Action auf, die einen faszinierend dem Geschehen zuschauen lässt und einen krönenden Abschluss für einen klasse Film liefert.
Bei der Schauspielleistung ist natürlich besonders die von Andy Serkis hervorzuheben, der nicht umsonst als der Meister der Performance-Capture-Technik gilt. Wie gut diese Technik funktioniert, wurde bereits in Avatar gezeigt, nur wurden bei “Planet der Affen: Prevolution” erstmals Drehs an echten Schauplätzen kombiniert.Herausgekommen ist ein Mix, in dem nicht auffällt, dass die Affen total animiert sind, denn die Qualität ist so toll, dass alles echt wirkt.
Insgesamt ist “Prevolution” einfach ein Film, der gefällt. Alles passt zusammen und obwohl in weiten Teilen nicht geredet wird, wird die Geschichte niemals langweilig. Die Spannung ist bis zum Ende grandios und der Film wird auch Leute wie mich, die eigentlich die alten “Planet der Affen”-Filme nicht wirklich mögen, begeistern.
Fazit: “Planet der Affen: Prevolution” ist der Blockbuster des Jahres. Er hat einen guten Mix aus Action und Geschichte und lohnt sich definitiv. Also nicht lang warten und ab ins Kino.




Geschrieben von Nina









